Der letzte Blogartikel handelte von der fortschreitenden Kommerzialisierung beim Geocaching. Wir haben diese Entwicklung beleuchtet und Markus Gründel, als Experten der Geocaching Szene, interviewt. Der zweite Teil dieser Reihe handelt von der Kommerzialisierung in ähnlichen Sportarten und den Parallelen zum Geocaching. Wir haben eine Sportart unter die Lupe genommen, die ähnlich wie das Geocaching anfangs eher ein Geheimtipp war: Das Skateboarding.
Angefangen hat das Skaten in den 1950er Jahren, als kalifornische Surfer auf die Idee kamen an verkleinerten Surfbrettern Rollen und Achsen anzubringen. Anfang der 60er Jahre etablierte sich Skateboarding als eigenständige Sportart. Kurze Zeit später startete auch die industrielle Skateboardproduktion. Der Grund, wieso wir bei der Entwicklung des Skaterboardsports parallelen zum Geocaching sehen ist, dass sich zu Anfang eine richtige Skater-Szene etablierte die nicht darauf erpicht war kommerzialisiert zu werden. Für die großen Konzerne war der Skatemarkt anfangs nicht interessant, also schuf sich die Szene ihre eigenen Strukturen. Diese Unabhängigkeit vom Massenpublikum und das Gefühl der Eigenständigkeit prägen die Szene bis heute. Wer skatete, war Mitglied eines besonderen Clubs, und viele Skater waren insgeheim stolz auf diesen Außenseiterstatus.
Die „Geocaching-Szene“ ist wie beim Skaten eine eingeschworene Gemeinschaft. Nicht umsonst werden Nicht-Geocacher oft als „Muggel“ bezeichnet. „Muggel“ sind Menschen, die mit dem Spiel nichts zu tun haben und von denen die Gefahr ausgeht, dass sie einzelne Stationen zerstören oder Geocache rauben könnten. Ziemlich befremdlich kann sich für Außenstehende auch die Sprache anhören. Sowohl beim Skateboarding als auch beim Geocaching gibt es eine Menge Fachausdrücke. Solche Details untermauern das Gemeinschaftsgefühl bei beiden Sportarten. Dieses Zugehörigkeitsgefühl verbindet und formt die Gemeinschaft. Blöd, wenn große Firmen aufmerksam werden und Profit schlagen wollen. Inzwischen ist beispielsweise „Skaterwear“ Salonfähig geworden. Sportmarken wie Nike, Adidas oder Puma haben die Skater und jene, die gerne Skater wären, als Zielgruppe erkannt. Die Hersteller greifen die Trends von der Straße auf und machen ein Geschäft damit. Ähnlich haben Agenturen die organisierte Geocaching Touren anbieten den Trend der digitalen Schnitzeljagd aufgegriffen. Hier gibt es feine Unterschiede. Während einige Anbieter der Geschäftstrieb gepackt hat und sie mit dürftigen Kenntnissen Interessierte auf die „Jagd“ schicken, gibt es Agenturen, die sehr gut über das Geocaching ABC bescheid wissen.
Nach einer Flaute, bei der das Skateboarding fast von der Bildfläche verschwunden ist, folgte ein erneuter Boom Mitte der 80er Jahre. Welche Höhen und Tiefen dem Geocaching noch bevorstehen, steht in den Sternen. Geocaching ist mittlerweile in allen Altersgruppen und Schichten der Gesellschaft angekommen. Der Geocaching-Zug wird sicherlich bald langsamer werden. Heutzutage gibt es Bestrebungen, dieses Hobby umweltverträglicher zu gestalten, es rechtlich abzusichern, da die Verstecke auch teilweise auf privatem Grund und Boden liegen, erste konstruktive Dialoge mit Jägern und Förstern haben stattgefunden. Wir sind gespannt, was die Zukunft mit sich bringt. Wir werden weiterhin versuchen unsere Leidenschaft fürs Geocaching und die Nachsicht, mit der dieser Sport ausübt werden soll, weiterzugeben. ☺
An dieser Stelle würden wir gerne die Meinung von anderen Bloggern einholen. Wie steht ihr zur Kommerzialisierung beim Geocaching? Was sind eure Erfahrungen und Zukunftsprognosen?
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2 Antworten auf „Geocaching und die Kommerzialisierung Teil 2“

Oh, meine Meinung ist gefragt? Ich denke, du möchtest damit eine Art Blogstöckchen starten. Ich werde mir mal ein paar Gedanken machen. Wir sind seit 2006 am cachen und es hat sich tatsächlich einiges geändert!
Viele Grüße aus Hessen, Jörg

Tja meine Meinung ist das es gerade in Pahse ist
wo es wieder abflaut und hoffendlich nicht wieder
zu einem so grossen hype wird

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