Du bist total begeistert von deinem neuen Hobby? Früher oder später ergibt sich die Situation in der du mit deinen Freunden oder deiner Familie über das Geocaching sprichst. Du beschreibst deine schönsten Multi-Erlebnisse und die kniffeligsten Nano-Tradis und sagst: „Ach das ist so schwer zu beschreiben, ihr müsst mal mitkommen.“ Und tatsächlich, deine Freunde zeigen Interesse. Ein Termin ist schnell gefunden… und jetzt?
So, oder so ähnlich geht es den meisten Geocachern. Was als nächstes passiert, hängt dann von dir ab, und wie gut du dich vorbereitest! Gelingt es dir, deine Freunde anzustecken, wirst du vielleicht bald nicht mehr allein cachen gehen. Hier ein paar Tipps für eine erfolgreiche Geocaching-Einführung:

  1. Wähle einen Geocache den du bereits gefunden hast. Du weißt wo die Dose steckt. Langes Suchen kann dadurch vermieden werden. Gerade für Neulinge ist das Erfolgserlebnis wichtig. Wenn das „Opfer“ erst mal infiziert ist, kann ein  „didn’t find“ leichter hingenommen werden.
  2. Geocache ist nicht disabled und wurde vor kurzem gefunden. Ein kurzer Blick auf‘s Handy erspart hier den Frust. Die App zeigt dir den absolut neusten Stand.
  3. Check die Logeinträge. Hinweise auf ein nasses Logbuch oder sogar ein „needs maintenance“ Logeintrag ist Grund genug diesen Cache nicht zu wählen.
  4. Location, Location, Location – dies ist sicher einer der wichtigsten Punkte deiner Vorbereitung. Vielleicht ist der Cache um die Ecke bereits genau richtig. Grade wenn Muggles feststellen, dass sie praktisch jeden Tag an dem Cache vorbeifahren, ist das Erstaunen groß. Andererseits sollte man Orte, die vielleicht nicht für jedermann attraktive sind oder zum Geocachen ungünstig liegen, vermeiden. Ein Lost Place ist aufregend, aber nicht unbedingt ein gutes Beispiel um Geocaching zu erklären. Viele Fußgänger sind störend, und Zuschauer aus Büros oder Wohnungen sind auch abschreckend. Ein Wald oder Park ist oft immer noch am neutralsten.
  5.  Zeitaufwand – Geocaching kann 10 Minuten dauern oder 10 Stunden. Eine genaue Absprache mit deinen Freunden ist von Vorteil. Es ist ein wichtiger Aspekt in Bezug auf die Anreise/Abreise und Aufenthaltsdauer. Du wirst schnell merken, ob deine Freunde Interesse haben oder bereits nach einem Cache Anzeichen von Langerweile aufkommen. Für den Einstieg ist ca. eine Stunde genau richtig.
  6. Live Map – Egal, ob am Computer oder auf deinem Handy…. zeige deinen Freunden die Geocaching Karte der Umgebung. Ja, da liegen tatsächlich überall Dosen!
  7. Homezone Analyse – aus den Punkten 1-5 sollte sich der richtige Ort finden lassen. Zwei bis fünf Geocaches, die relativ nahe beieinander liegen, sind ideal.
  8. Tradi oder Multi – Zur Einführung sind Traditional Geocaches am besten. Ein kurzer Start-Station-Finish Multi kann auch spannend sein. Vermeide Multis mit mehr als einer Station.
  9. Schwierigkeit und Terrain – steuerst du Geocaches an, die du bereits kennst, kannst du diese beiden Faktoren gut abschätzen. Die Schwierigkeit sollte nicht höher als 3 sein, damit deine Freunde sich das Erfolgserlebnis auch selbst erarbeiten können. Ist die Terrain Wertung zu hoch, wird die Herausforderung für einen Muggle wahrscheinlich nicht angemessen sein.
  10. App oder GPS – manche Muggles möchten vielleicht einfach nur dabei sein, aber nicht selber das eigene Handy zum Suchen nutzen. In dem Fall kannst du dein GPS oder Handy zur Verfügung stellen. Sind deine Freunde bereits von deinen Erzählungen derart begeistert, dann lade vorher eine kostenlose App  auf ihre Handys. Zum Beispiel C:Geo. Dann muss natürlich auch noch ein Konto bei Geocaching.com eröffnet werden. Mit deiner Hilfe ist das sicher schnell erledigt.
  11. Geräte Einweisung – Die App oder das GPS zuhause oder im Auto zu erklären ist nicht sinnvoll. Am besten das Auto parken und dann erst geht’s los. Den richtigen Geocache aussuchen, Beschreibung durchlesen, und Navigation starten.
  12. „Herbert“ – erkläre deinen Freunden, dass man nicht einfach los ruft wenn die Dose gefunden wurde. Eventuelle Zuschauer sollen nicht wissen, dass dort etwas versteckt ist. Vereinbare ein Code Word – zum Beispiel „Herbert“. Wurde die Dose entdeckt, entfernt man sich ein paar Meter vom Versteck und sagt dann „Herbert“. Dadurch haben alle anderen auch noch eine Chance die Dose selbst zu finden.

Vergiss nicht ein paar Fotos zu machen! „Der erste Geocaching Ausflug“ – ein Ereignis, an das sich jeder Geocacher gerne erinnert.

Eine Antwort auf „Wie stellt man einem Muggle das Geocachen vor? Ein Dutzend Tipps!“

Einen Cache wählen, den man bereits gefunden hat? Ne… das hab ich ja noch nie gemacht und wir haben schon ein paarmal Freunde beim Cachen dabei gehabt. Allerdings suchen wir uns dann Caches aus, die von der Beschreibung und den Logs her passen. Die Idee mit „Herbert“ finde ich klasse!

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